Mit dem Handy die Welt erkennen

Das niederländische Unternehmen SPRXmobile hat mit "Layar" den laut Entwicklern weltweit ersten AR-Browser (Augmented Reality) für Smartphones vorgestellt. Die Anwendung überlagert das Blickfeld der Handy-Kamera in Echtzeit mit digitalen Informationen beispielsweise über zum Verkauf stehende Immobilien, Jobangebote in der Umgebung oder Social-Network-Hotspots. Zunächst ist Layar für Android-Geräte in den Niederlanden verfügbar, doch möglichst noch dieses Jahr will man unter anderem in Deutschland starten.

Layar erfordert ein Smartphone mit Kamera, GPS und Kompass. Mit dem Start der  Anwendung wird auch die Kamera aktiviert, die ein Bild der Umgebung liefert. Per GPS wird der Standort und mittels Kompass die Blickrichtung bestimmt. Das erlaubt es, von Content-Partnern bereitgestellte Informationen entsprechend den Standortkoordinaten direkt in der Umgebungsansicht einzublenden. In den Niederlanden bietet Layar zunächst virtuelle Informations-Layer fünf nationaler Anbieter. Das umfasst eine Immobilienwebseite, die Bank ING, das soziale Netzwerk Hyves, eine Zeitarbeitsfirma sowie eine Versicherung, die Informationen zu Gesundheitsdienstleistern bereitstellt.

Noch dieses Jahr soll Layar auch Deutschland, Großbritannien und die USA erobern. Dazu sucht man derzeit nach Content-Partnern auch aus anderen Branchen wie in den Niederlanden zunächst abgedeckt. Beispielsweise könnten digitale Informations-Layer des mobilen AR-Browsers auch Themen wie Restaurants oder alles rund ums Reisen abdecken. "Die Datenbanken des ADAC wären aufgrund ihres Informationsumfangs sehr interessant", meint Lens-Fitzgerald. Das sei aber nur ein Beispiel, Konkretes zu voraussichtlichen Partnern oder zum Starttermin in Deutschland könne man derzeit nicht sagen.

Fest steht jedenfalls, dass SPRXmobile nach Android-Smartphones auch das iPhone 3G S erobern will. "Es wird sicher anspruchsvoll sein, Layar entsprechend zu portieren", sagt Lens-Fitzgerald. Dazu werde ein sinnvoller Zugriff auf Video-, Positions- und weitere Programmierschnittstellen nötig sein, doch sei man zuversichtlich, all das in den Griff zu bekommen. Was wiederum etwaige Funktionseinschränkungen von GPS betrifft, gibt sich Lens-Fitzgerald gelassen. "Wir kennen die Veränderungen am GPS-Markt und es lassen sich sicher gute Lösungen für etwaige Probleme finden", so der SPRXmobile-Mitgründer. Auch gibt es alternative Ansätze zu Positionsbestimmung, darunter die Triangulation mithilfe von Mobilfunkmasten.

Quelle:
- PTE