Mobile Geo-Map-Datenservice
LBS-Services sind bei uns in der CH nur wenigen Bekannt. Obwohl dies bewährte Technologie für Mobile Navigatios- und weitere Dienste auf bestehenden Anwendungen und Netzen von MNO's basiert. Bevor ich viel dummes Zeug "labbere" verschafft eine PDF-Präsentation von Herr Prof. Dr. P. Heinzmann von der HSR Hochschule für Technik Rapperswil & cnlab
wesentlich wissensvermittelnde Informationen zu diesem Beitrag. An dieser Stelle auch herzlichen Dank an die "stillen" Wissensvermittler.
Viele von uns verwenden ein Handy mit einem modernen Betriebssystem aber ohne
A/GPS (mal abwartend was den Pioneers & early Adaptors das Christkind für ein Mobile Device schenkt ;)).
LBS - also Location Based Services - kann man über die bestehenden Netze der MNO's nutzen - defakto überall. Nur werden diese in einigen Ländern - nicht mehr - angeboten. Künftige Technologien auf Basis von A/GPS bedingen, dass der Anwender über ein Mobile-Device mit einem integrierten A/GPS-Modul - z.Bsp. von
Ublox - verfügt. Will heissen, dass benötigt noch seine Zeit. A/GPS funktioniert - eigentlich - MNO-Unabhängig über Satelliten. LBS ist defakto Massenmarkfähig. A/GPS benötigt noch seine Zeit - wird aber LBS auf jeden Fall überholen, da es einige Vorteile bringt. Anyway:
U.a. in der Schweiz verfügen wir als Nutzer über ein Dichtes Netz von Mobilfunk-Stationen für GSM/UMTS etc. Als User kommunizieren wir über unser Mobile-Device via Cell-ID schier ständig mit den Antennen der MNO's damit wir Telefonieren oder SMS verschicken können oder noch andere "Mobile" Aktivitäten nutzen können. Die SIMM-Card spielt dabei eine wesentliche Rolle - einige kennen bestimmt das komische Rauschen/Piepsen wenn man in eine andere Cell (Antenne) läuft. Genau hier beginnt die Simm-Card mit der Cell zu kommunzieren - womit die Antenne erkennt - ob wir auch einen Vertrag (Pre- vsv. Postpaid) beim jeweiligen MNO haben. Die Cell-ID wie auch die Antennen-Standorte - sind den MNO's bekannt - in bestimmten Fällen sogar ersichtlich (Emergengy und so). Nur dem Nutzer bringt es nicht viel - da diese Daten nicht direkt zugänglich sind. Doch das könnte sich jetzt schnell ändern. Es gibt ja den Begriff UGC (User generated Content) - wieso also nicht UGCID - (User generated Cell-ID). Der Nutzer gibt also mit seinem mobile Device bekannt, wo er sich bei welcher Antenne vom jewiligen MNO befindet.

Genau hier setzt
CellSpotting an. Der User kann kostenlos eine Software * auf sein Handy downloaden und wir damit zum "Cell-ID-Produzenten" von Antennen-Standorten für LBS. Diese Inhalte werden dann im Web auf einer
Web-MAP dargestellt. Nachdem ich die
kostenlose Software auf meinem N93 installiert hatte, funktionierte der Dienst von Cellspotting jederzeit. Die Software "Pingt" ständig nach verfügbaren Antennen in Abhängigkeit des jeweiligen Mobilefunkabo's (MNO-Anbieter) - eigentlich eine Art LBS-Make love not War-Driver-Anwendung ;). Der User gibt dann per Mobile Device - sofern eine neue Antenne verfügbar ist und er sich per Wap-Site einmalig registriert hat - danach frei definierbare Parameter (Region, Restaurants, Sehenswürdigkeiten etc.) an. Die Daten bleiben dann in einer DB erhalten und sind danach für alle Users verfügbar. Bestehende Antennen müssen nicht nochmals registriert werden.
Defakto kann daraus eine kostengünstiger und effizienter LBS-Dienst für z.B. MOSO (
itsmy.com), Socialcommunities (
plazes.com), Geo-Daten-Services (
Google-Mobile-Maps) und sogenannten Web x.0-Anwendungen entwickelt werden. Leider bietet Cellspotting zurzeit noch kein API für Dev's an. Hoffe, dass es sich bald ändert.
Wäre doch was für die
Android-Entwickler ;):
* Musste beim N93 auf die neuste OS-Software Updaten.